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Thermografie

Der visuelle Nachweis etwaiger Schwachstellen bildet die Basis für eine zielgenaue Fehlerbeseitigung.

Wärme wird auf drei Arten übertragen: Wärmeleitung, Konvektion - und Wärmestrahlung. Thermografie macht Wärmestrahlung von Gebäuden sichtbar.

Auch die Wärme, die durch Wärmeleitung und Konvektion zur Außenhülle eines Gebäudes gelangt, wird abgestrahlt und kann dann mit Wärmekameras sichtbar gemacht werden. So kann man bildlich darstellen, ob und wo noch Schwachstellen vorhanden sind. Ein Thermogramm (Wärmebild) veranschaulicht den energetischen Gesamtzustand eines Gebäudes und gilt als Nachweis von möglichen Fehlern in der Bauausführung. (wichtig bei Neubauten)

Für die Gebäudethermografie ist der Winter - oder zumindest die kältere Jahreszeit nötig, d.h. es sollten Temperaturdifferenzen zwischen den Innenräumen und der Außenluft von mindestens 12-15 Grad herrschen. Das Gebäude sollte mehrere Stunden vorher und zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Der Innenraum sollte mindestens 12 Stunden lang vor den Aufnahmen auf ca. 20°C aufgeheizt werden.

In den meisten Fällen werden nachts bzw. in den Morgenstunden die Aufnahmen erstellt.

Ziel der Thermographie ist:

  • Energieverbrauchern über die Möglichkeiten der Ortung von energetischen Schwachstellen zu informieren.
  • Mängel an der Gebäudehülle oder im Innenraum aufzuspüren.
  • Vor einer geplanten Sanierung die größten Schwachstellen zu finden.
  • Nach der Fertigstellung eines Neubaus, bzw. einer Sanierung als Ausführungskontrolle.
  • Darstellung von Wandaufbauten wie Ständerwerk und Fachwerk.
  • Darstellung von Beschädigung der Wärmedämmung z.B. durch Absackung.

Das berührungs- und zerstörungsfreie Messverfahren ist ideal für Untersuchungsmöglichkeiten an der Bausubstanz.